Manfred Schweigkofler

  • MANFRED SCHWEIGKOFLER viene nominato nel 2001 direttore generale ed artistico della Fondazione Teatro Comunale e Auditorium di Bolzano, che sotto la sua direzione vive una

    forte crescita anche a livello internazionale. Tra gli spettacoli che hanno convinto sia pubblico che stampa vanno ricordati in particolar modo le produzioni contemporanee e di crossover.

    Nel 2010 il teatro si aggiudica il prestigioso premio “Abbiati” della critica italiana. Altri tre premi vengono vinti dal Festival “Bolzano Danza” nel 2011 e 2012.

     

    Nel 2002 Manfred Schweigkofler assume anche la direzione generale ed artistica del festival di danza contemporanea “Bolzano Danza”.

     

    Le prime esperienze teatrali di Manfred Schweigkofler si sono realizzate calcando le scene dell’Alto Adige come attore e regista e cantando per quasi vent’anni in una rockband. Inoltre si è dedicato all’ideazione e organizzazione di numerosi eventi culturali e turistici.

    Nel 1989 ha fondato il suo primo gruppo teatrale sperimentale, la “Kleinkunstszene”, che ha realizzato vari spettacoli anche all’estero.

    Nel 1992 è stato co-fondatore delle “Vereinigte Bühnen Bozen” (Teatro Stabile in lingua tedesca di Bolzano) e nel 1996 del teatro “Carambolage”. Nello stesso anno ha ideato e co-fondato la “Musical School” di Bolzano.

    Attivo nel settore del management culturale, per dieci anni è stato direttore artistico del festival cabarettistico Cabarena. Numerosi gli incarichi di direzione artistica.

     

    La sua attivitá registica (che parte nel 1995 con il musical The Rocky Horror Show) viene interotta nel 1999/2000, dove ricopre il ruolo di commissario di sezione presso l´esposizione mondiale Expo 2000 di Hannover.

    Nel 2004 è tornato a dedicarsi con passione alla direzione artistica di spettacoli che sono andati in scena con grande successo in Italia, Ungheria, Austria, Svizzera, Norvegia, Slovenia e nella Repubblica Ceca. Tra questi vanno segnalati le sue creazioni:

    Rockquiem, uno spettacolo di danza basato su un arrangiamento in chiave rock del Requiem di Mozart;

    Le Fee du Rhin, riscoperta di quest’opera dimenticata di Jacques Offenbach e messa in scena in prima assoluta in epoca moderna;

    Steel, uno spettacolo di danza molto popular dedicato al tema dell’acciaio;

    Matthäuspassion di J. S. Bach realizzato con le coreografie e la partecipazione di Ismael Ivo;

    Julie, opera contemporanea di Philippe Boesmans

     

    Solo da 5 anni “annusa” il grande repertorio lirico in qualità di regista ed ottiene subito grandi consensi da parte del pubblico e della stampa, lanciato ormai verso impegni importanti in teatri di qualitá:

    (2010) Elektra, di Richard Strauss, con la direzione musicale di Gustav Kuhn per i teatri di Piacenza, Modena, Ferrara e Bolzano.

    (2011) Fidelio di Ludwig van Beethoven per Bolzano e Ravenna

    (2011) Romeo & Juliette di Charles Gounod per la Opera Company of Philadelphia, poi per Piacenza, Modena e Bolzano.

    (2012) Salome, sempre per i teatri di Bolzano, Modena e Piacenza

    (2012) Der König Kandaules di Zemlinsky per il Teatro Massimo di Palermo

    (2012) Don Carlo di Verdi per la Finnish National Opera

    (2013) Rusalka di Dvorak (per la prima volta al San Carlo di Napoli)

    (2013) Don Carlo di Verdi per la Statny Opera Praga

    (2014) La Traviata di Verdi per il Staatstheater Cottbus

    (2014) Salome di Richard Strauss per il San Carlo di Napoli

    Collabora con Sir Neville Mariner, Gustav Kuhn, Asher Fish, Yves Abel, John Fiore, Giorgio Battistelli, Jacques Lacombe, Pietro Rizzo, Niksa Bareza, Jaroslav Kießling.

     

    È coordinatore del Alto Adige/Sudtirolo per l´Evento Expo 2015 a Milano.

     

  • Ich mag Geschichten und Emotionen

    Ich bin – mit Stolz - ein sehr konservativer Regisseur. Ich mag Geschichten, Storys. Und ich mag Emotionen. Geschichten und Emotionen sind das Wesen und das Wesentliche des Theaters.

    Das Theater ist ein Ort des emotionalen Geschichten-Erzählens.

    Menschen brauchen Geschichten. Geschichten sind kein Optional, sie sind wesentlich für unsere Entwicklung und unser Leben. Unserer Gesellschaft ist aber das Geschichtenerzählen abhanden gekommen. Die Großmütter fehlen, die den kleinen Kindern Geschichten vorgelesen haben. Die Väter fehlen, die noch Zeit haben für eine Gute-Nacht-Geschichte mit ihren Söhnen und Töchtern.

    Das Theater ist aber der Ort, wo wir das Geschichten-Erzählen pflegen und wir können damit einen Urbedarf des Menschen - auch des heutigen modernen, aufgeklärten, post-postmodernen Menschen - decken. Geschichten regen die Fantasie der Menschen an, das ist eine soziale Tätigkeit in einer fantasiearmen Gesellschaft.

    Theater kann nach wie vor Geschichten erzählen. Das ist die Stärke des Theaters: eine Geschichte, live und leibhaftig auf der Bühne, mit echten Menschen „aus Fleisch und Blut“. Geschichten erzählen kann nichts und niemand so gut wie das Theater. Und wir sollten im Theater weiterhin das tun, was wir besser können als andere Formen der Kunst. Sonst braucht es uns nicht mehr.

    Emotionen sind in der Post-Postmoderne uncool und altmodisch geworden. Ich glaube weiterhin und dennoch und felsenfest an sie. Mich interessieren Emotionen mehr als alles andere. Im Theater suche ich Trauer, Freude, Tränen, Lachen, Mitgefühl, Ablehnung seitens der Zuschauer.

    Wenn sich das Theater nicht darauf besinnt, was es kann - was es besser kann als andere Künste - verliert es die Daseinsberechtigung, bzw. bleibt es leer. Geschichten leben durch die Emotionen, die sie vermitteln und auslösen. Sonst bleibt die Geschichte langweilig.

    Die Tragik vieler „zeitgenössischer" Inszenierungen liegt darin, dass die sog. Kreativen den Geschichten nicht mehr vertrauen. Man meint, die Geschichten trügen nicht mehr. Und deshalb erfinden Regisseure mit wenig Talent neue Geschichten und stülpen sie der ursprünglichen über und ver-stülpen sie. Ich staune immer wieder über die Überheblichkeit mancher Theaterleute, die meinen, sie müssten Shakespeare oder Hofmannsthal verbessern, korrigieren. Wenn ein Regisseur einen Text streichen oder umarbeiten muss, dann hat er meistens keine bessere Idee, sondern er hat - mit großer Wahrscheinlichkeit - die Vorlage nicht ganz verstanden oder nicht intensiv genug bearbeitet. Ein Konzept genügt nicht, man darf nicht bei einer (1) - wenn auch guten - Idee hängen bleiben und dann Künstler und Zuschauer in diese eine (1) Idee zwängen. Viele Regisseure haben kein Handwerk mehr und keine Erfahrung im Geschichtenerzählen. Wenn man aber das Handwerk nicht versteht, was hat man dann in der Werkstatt zu suchen?

    Kunst ohne Handwerk und ohne Emotion ist sehr arm. Deshalb ist vieles in der zeitgenössischen Kunstproduktion sehr, sehr arm!

    Theater als „moralische Anstalt"

    Das „prodesse et delectare" (Unterhalten und Belehren) der Ars Poetica des Horaz ist für mich immer noch ein anstrebenswertes Ideal für die Bühne. Theater, ob Schauspiel, Tanz, Oper, Musical bleiben von ihrer Stoßrichtung und Motivation im Wesentlichen „Entertainment", sogar wenn es Kunst ist.

    Durch die so genannte „Unterhaltung" des Publikums schafft man aber die ideale Voraussetzung für das Belehren. Man lockt das Publikum quasi in eine Falle.

    Teatro Musicale

    Opern sind ihrem Wesen nach „teatro musicale", aber eben teatro. Musikalisches Theater. Gesungenes Theater. Die Gesangeskunst allein genügt nicht mehr, auch weil es wohl nicht mehr so viele grandiose Sänger gibt, die allein mit ihrer Gesangstechnik Geschichten und Emotionen erzählen und damit die Menschen in ihren Bann ziehen konnten.

    Die Musik ist das Herz der Oper, der Text der Verstand. Der Komponist gibt den Herzrhythmus vor, in dem nun alles zu funktionieren hat. Also geht aller Ansatz von der Musik aus. Deshalb ist das Regietheater nur eine bizarre Randnote der Operngeschichte, eine räumlich und zeitlich begrenzte Erscheinung. Das Regietheater hat der Oper kaum weitergeholfen. Es hat kaum neues Publikum gebracht und altes verscheucht. Das hat auch damit zu tun, dass sich viele Regisseure kaum mehr auskennen und sich nicht adäquat vorbereiten.

    Aktualisierung, wie ich sie verstehe

    Aktualisieren eines Stoffes bedeutet nicht, die Fabel der Geschichte in die NS-Zeit zu verlegen, oder in ein Klo, oder in eine Irrenanstalt. Aktualisieren und „heutig" inszenieren bedeutet, die Figuren auf der Bühne so zu zeichnen, dass sie von „heutigen" Menschen verstanden werden. „Menschen aus Fleisch und Blut" für heutige Zuschauer. Wenn die Geschichte, die wir auf der Bühne erzählen und die Figuren, die wir zeichnen, für heutige Zuschauer plausibel und emotional nachvollziehbar sind, haben wir eine „heutige" aktuelle Inszenierung. Es braucht nicht eine spezifische Zeit, in der die Oper spielen muss. Die Inhalte der großen Texte der Kunstgeschichte sind im Wesentlichen zeitlos und deshalb vermeide ich es in meinen Inszenierungen, mich genau auf einen spezifischen Ort und eine spezifische Zeit festzulegen. Was zeitlos ist, bleibt. Deshalb spüre ich nicht dem kronos nach, sondern dem kairos: Kronos ist die Zeit der Horizontalen, der schrittweise sich fortbewegenden Zeit. Kairos ist die vollendete, wenn man so will „göttliche" Zeit der Vertikalen! Ich bin umgeben von Bergen aufgewachsen, die Vertikale ist Bestandteil meines Denkens.

    Was ich lese

    Ich lese, man wolle „das Publikum verunsichern und ihm die Gewissheiten nehmen". Das ist banal. Das können Wirtschaft und Politik viel besser als das Theater.

    Ich lese, man wolle „Konventionen zerstören". Und dann? Es ist das Wesen der Menschen, zu säen, aufzubauen. Creare, schöpfend erschaffen ist der göttliche Funke, der dem Menschen innewohnt. Zerstören ist banal, infantil, pubertär.

    Ich lese, man wolle „das Chaos der menschlichen Seele aufzeigen". Bedarf es dazu des Theaters? Als ob wir das nicht schon bemerkt hätten....

    Theater als Info-tainment

    Seit jeher ist das Theater der Ort der Magie und des Zaubers. Theater muss trotz aller schauspielerischer Plausibilität magisch und zauberhaft sein.

    Seit jeher ist das Theater der Ort der Phantasie. Die Phantasie der beteiligten Künstler kitzelt die Phantasie der Zuschauer. Was der Sänger vor seinem inneren Auge sieht, sieht der Zuschauer auch! Sieht der Sänger nichts, sieht auch der Zuschauer nichts.

    Seit jeher ist das Theater der Ort der Moral. Belehrung, Katharsis geschieht in einem unterhaltsamen Spannungsfeld. Theater (und also Oper) ist die Urform des Info-Tainments.

     

     

    (Auszüge aus einem längeren Artikel)

     

  • (Schweigkofler ricorda) "Reinhold Messner, Luis Trenker, Giorgio Moroder o, andando ancora più indietro, Andreas Hofer - uomini visionari, protagonisti dell'innovazione.Seguendo questo filo, si arriva inevitabilmente allo stesso Schweigkofler e a quello che sta facendo per la sua città".
    Die Zeit 2.3.2008

 
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